Informationen
Ausbildungen
Mein Anliegen ist es, Wege des Lebens und Wege zur Heilung und zur eigenen Medizin aufzuzeigen. Diese Wege sind mehr als 50000 Jahre alt und urmenschlich. Kultur und Spiritualität der Indianerstämme Nordamerikas einerseits, wie auch der Naturvölker überall auf der Erde andererseits gehören zum Erbe der Menschheit und Ihrer Geschichte. Sie lehrten ein natürliches und spirituelles Verstehen der Natur, geben Rat und Hilfestellung in der Bewältigung von Lebenskrisen und unterstützen bei der Überschreitung von Wachstumsschwellen. Die spirituelle Welt bietet den Menschen ein breites Spektrum an Medizin und Heilungswegen.
Die Übereinstimmung der Arbeit aller Naturvölker auf unserem gesamten Planeten bestätigt die Sinnhaftigkeit dieser Wege und führt zu dem Schluss, dass alle Menschen, Tiere, Pflanzen und Elemente ein und denselben Ursprung – ein und denselben Geist, haben.
Verschiedene, bewährte Rituale und Zeremonie, die Verbindung mit Mutter Erde und ein neues Naturverständnis bringen die Teilnehmer der Teachings und Ausbildungen auf Ihren eigenen, spirituellen Weg. Sie entdecken und entwickeln dabei Ihre eigene Medizin und können auf diesem Wege wachsen und reifen.
Im Verlauf der gesamten Ausbildung lernen wir die verschiedenen Stufen der Wahrnehmung kennen, in bewussten Träumen und Visionen lernen wir über uns selbst und unsere Verbindung mit Allem.
Mit den verschiedensten Ritualen und Workshops erlernen wir Methoden, das Träumen bewusst zu machen um mit dem Träumen zu lernen. In Visionen finden wir Lösungen zu den Aufgaben unseres eigenen Daseins und in der Deanimation gehen wir tiefer und tiefer in unsere Spiritualität und der Verbindung zur Schöpfung.
Einzeltermine
Das Medizinrad
Naturspiritualität
Naturspiritualität und Schamanismus sind die ältesten uns bekannten spirituellen Traditionen der Welt.
Die Indianer und Naturvölker wussten um die allumfassenden Verbindungen aller Lebewesen. Nach dem Verständnis dieser Völker sind auch Steine,
Wind, Wasser und Feuer Wesenheiten mit Geist – es sind Wesenheiten mit uraltem Wissen.
Zu jener Zeit lebten die Menschen im Einklang und Harmonie mit diesen Wesen. Das Zusammenleben von Menschen, Tieren, Pflanzen und Elementen war getragen von Respekt und Achtung vor allen anderen Wesen. Im Verlauf der Evolution des Menschen und der Zuwendung an den Konsum entfernte sich der moderne Mensch immer mehr von diesem Verständnis und dem uralten Wissen. Die Werte moderner Gesellschaften sind mit den Werten der Naturvölker nicht mehr vergleichbar. So begann der Mensch die Tiere, die Pflanzen, die Erde und Ozeane auszubeuten und nachhaltig zu zerstören. Der Weg des Schamanismus und der Naturspiritualität führt uns wieder zurück zum alten Verständnis und zu dem Bewusstsein, dass wir alle dieses alte Wissen noch in uns tragen. Unser Geist weiss um die Verbindungen zu Allem. Der Ausdruck “Mitakuye oyasin” bedeutet “Teil eines grossen Ganzen” oder “Ich bin mit Allem verbunden”. So öffnen sich durch den Schamanismus wieder die alten, lange verschlossenen Türen in die spirituelle Welt.
Auf dem Weg der Naturspiritualität finden wir die absolute Freiheit. Diese Freiheit definieren die Schamanen aller Völker so, dass die Seele des Menschen den Weg geht, auf dem sie am kraftvollsten und schönsten gehen kann.
Schamanen, Medizinmänner, Medizinfrauen, Druiden und Heiler aller Kontinente arbeiten so an der ganzheitlichen Gesundheit der Menschen. Körper, Geist und Seele sind bei einem gesunden Menschen in einem ausgewogenem Verhältnis. Ist dieses Verhältnis gestört und aus dem Gleichgewicht, wird der Mensch krank. Krankheiten entstehen als Hilferuf einer kranken Seele – unverstanden durch die moderne Medizin.
Sehr häufig reisen die Schamanen bei Ihrer Heilarbeit in die “Anderswelt” – auch “zweite Realität” genannt um dort Medizin, Heilung oder verlorene Seelenanteile für die Menschen zu holen. Hilfe und Unterstützung erhalten die Schamanen durch ihre Ahnen und Totems (Krafttiere). Die “schamanische Rahmentrommel” ist das “Pferd des Schamanen” und trägt ihn in die Anderswelt.
Naturspiritualität und Schamanismus hat nichts mit Religion zu tun. Das “Göttliche” ist in Allem und die Schöpfung ist göttlich. Darüber steht – mit Allem verbunden – die Quelle aller Kraft, und die Liebe. Wir erfahren dies in der Natur, bei Meditation und im Dialog mit dem Göttlichen.
Wer diesen Weg gehen möchte, muss bereit sein Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für sich und sein Leben – muss bereit sein sich selbst mit allen Licht- und Schattenseiten anzunehmen und zu lieben.
Räucherungen
Rituelle Räucherungen, reinigen von Wohnungen und Häusern ist eine Weiterführung der schamanischen Arbeit wie sie in den Stämmen und Clans aller Kulturen schon immer praktiziert wurde. In früheren Zeiten wurden so neue Lagerplätze für den Stamm, Tipis oder Hütten gereinigt und für das Wohlbefinden der Bewohner energetisch aufbereitet.
Die Medizinmänner / Medizinfrauen, Schamanen und Heiler der Naturvölker wussten um die Zusammenhänge und Verbindungen der materiellen Realität und der spirituellen Realität. Daher war es für Sie normal, dass an manchen Orten oder bereits früher bewohnten Tipis und Hütten auch Energien und Spirits zu finden waren, die nicht dort sein sollten. Durch Räucherzeremonien wurden diese Spirits und Energien entfernt und der Ort spirituell gereinigt.
Auch heute spüren wir an manchen Orten die Gegenwart solcher Energien. Besonders Kinder haben ein feines Gespür für diese Kräfte. Nicht selten deutet ein Kind auf einen bestimmten Punkt in einem Raum und artikuliert sich ( Mann, Frau, Engel, Böse….)
Manchmal haben die Kinder aber auch nur Angst, schlafen nicht gut oder wachen Nachts auf und schreien. Wir empfinden oft Kälte in einem Raum oder die “Gänsehaut” läuft über unseren Rücken. Dies sind Anzeichen für Energien, die nicht dem Wohl und Wachstum eines Einzelnen oder der Familie dienen. Eine rituelle, schamanische Räucherung schafft hier Abhilfe.
Schwitzhütten
Schwitzhütten gab und gibt es in allen Kulturkreisen, überall auf der Erde. Der Ablauf der Zeremonie ist von Kontinent zu Kontinent, von Kultur zu Kultur und sogar von Stamm zu Stamm etwas unterschiedlich, der Grundgedanke und Zweck der Schwitzhütten ist jedoch überall gleich. Von Sibirien über Nordeuropa, Nordamerika bis nach Australien und Neuseeland wird in Schwitzhütten energetisch gearbeitet. In absoluter Dunkelheit finden wir uns selbst, den wahren Sinn unseres Daseins, unsere Schwächen und Möglichkeiten. In der Schwitzhütte begegnen wir unseren Ahnen, den Verbündeten und Helfern unserer Medizin, unseren Totems und Krafttieren. Wir erfahren Heilung für Körper, Geist und Seele. In der Schwitzhütte bitten wir um Visionen und Entscheidungshilfen für anstehende Fragen oder bereiten uns auf besondere Situationen im Leben oder lebensverändernde Entscheidungen vor.
Zu verschiedenen Traditionen der Schwitzhütten gehören auch verschiedene Rituale, die den Schwitzhüttenteilnehmern bei Ihrem Wachstum helfen. Dazu gehören u.A. schamanisches Trommeln, Steinritual, Feuerritual, Farben, Klänge und Körperbemalung.
Der Körperbemalung kommt in allen Kulturkreisen eine zentrale Bedeutung zu. Sie diente den Jägern, Kriegern, Weisen und Gelehrten aller Kulturen als Schutz, Stärkung und Hilfe für Ihr Tun. Durch die Körperbemalung machten Sie ihre Medizin sichtbar.
Allgemeine Angaben zu Schwitzhütten:
Schwitzhüttenrituale haben wenig bis gar nichts mit Sauna zu tun. Hier wird energetisch gearbeitet. Die Temperatur empfindet jeder Teilnehmer anders. Ein Schwitzhüttentag beginnt um 09.00 Uhr. Wir treffen uns auf dem Ritualplatz und nach der Begrüßung finden wir uns am Feuerplatz ein. Dort haben die Feuerhüter bereits mit ihrer Arbeit begonnen. Das erste gemeinsame Ritual ist das Steinritual. Die Feuerhüter laden dabei die Teilnehmer ein, ihren eigenen Stein auszuwählen, diesen Stein zu initiieren und dann in der Mitte der Feuerstelle abzulegen. Während die Feuerhüter dann mit dem Feuerritual beschäftigt sind, decken die Teilnehmer gemeinsam die Lodge ab. Dies geschieht mit Wolldecken. Danach bereiten die Teilnehmer ihre sogenannten „Praier Ties“. Das sind kleine Säckchen mit Tabak gefüllt. In jedes Säckchen geben wir einen Wunsch, ein Anliegen oder eine Frage. Gegen Mittag beginnt dann das Teaching zur Schwitzhütte. Bei diesem Teaching erfahren die Teilnehmer vieles über den Ablauf des Schwitzhüttenrituales, das Thema und natürlich viele Hintergrundinformationen zu der Schwitzhütte selbst. Während einer kleinen „Medizinwanderung“ rund um den Ritualplatz fertigen die Teilnehmer dann die „Geschenke für die Windrichtungen“ und befestigen diese an den „Hoops“ – das sind Reifen, welche die einzelnen Windrichtungen symbolisieren und kennzeichnen. Nachdem dann all diese Vorbereitungen getroffen wurden gehen wir gemeinsam gegen 13 Uhr in die Lodge. Dort verbringen wir ca. 4 – 5 Stunden in denen wir in die vier Windrichtungen reisen. Zwischen den einzelnen Runden kann man die Schwitzhütte verlassen und danach wieder zur nächsten Runde in die Hütte gehen. Nach der Schwitzhütte treffen wir uns zu einem gemeinsamen Abendessen und zur Nachbereitung der Zeremonie. Gegen 23.00 Uhr endet ein Schwitzhüttentag. Bei mehrtägigen Ritualen öffnen wir am ersten Tag die Türen in die zweite Realität um am zweiten Tag mit einer höheren Wahrnehmungsstufe bereits in die Schwitzhütte zu gehen. Es ist also zweckdienlich diese Mehrtagesrituale ohne Unterbrechung zu absolvieren. Einzelbuchungen solcher Rituale sind nur im Ausnahmefall möglich. Den Energieausgleich für einen Schwitzhüttentag finden sie detailliert bei der Beschreibung der einzelnen Schwitzhütten und deren Hauptthema unter dem Programmpunkt „Jahresplanung/ Rituale und Zeremoniern.Bei Mehrtagesritualen besteht die Möglichkeit in unserem Seminarhaus zu übernachten. Diese Übernachtungen sind jedoch von den Teilnehmern selbst zu buchen.
Seelenrückführung
Im schamanischen Sinne können wir, ausgelöst durch einen psychischen und / oder physischen Schock (z.B. Trennung der Eltern, plötzlicher Verlust eines geliebten Menschen oder Tieres, Kindheitstrauma, sehr häufig durch Missbrauch oder Suizid) einen Teil unserer Seele verlieren. Dabei schützt sich dieser Seelenanteil, indem er uns verlässt und an einem sicheren Ort auf eine Reintegration und Rückführung wartet. Jemand, der einen Seelenverlust erlitten hat, ist nicht “ganz”, fühlt sich immer wieder einmal “leer” und will in bestimmten Bereichen des Lebens nicht erwachsen werden. Körperlich reagiert der Mensch mit Antriebslosigkeit und / oder Krankheit.
Durch eine schamanische Reise begibt sich der Schamane in die Anderswelten, um dort die verlorenen Seelenanteile zu suchen. Sind die gefundenen Seelenanteile damit einverstanden, werden sie durch den Schamanen zurückgebracht und dem Klienten durch “Einhauchen” wieder zurück gegeben. Hier beginnt die Arbeit des Einzelnen, denn die (alten/neuen) Seelenanteile brauchen Integration – müssen wieder ein natürlicher Teil der Seele werden und sind in das alltägliche Leben einzuflechten.
Die Seelenrückführung wirkt auf darunterliegende Ebenen wie Psyche, emotionales Bewusstsein und den physichen Körper. Die Ganzheit der Seele bildet die Grundlage für spirituelles Wachstum, geistiges und körperliches Wohlbefinden.
Vision Quest
In der “Visionsssuche” – oder “Vision Quest” geht der Suchende/die Suchende für mehrere Tage allein und fastend in die Natur. Zur Vorbereitung auf die Visionssuche gehen die Teilnehmer zu Beginn der Zeremonie in eine Schwitzhütte. Hier beginnt die Visionssuche und nach der Rückkehr aus der Natur (in der Regel nach 4 Tagen) endet die Visionssuche in einer weiteren Schwitzhütte. Während der Tage und Nächte in freien Natur lösen sich blockierende Gedanken und Gewohnheiten, werden eingeschliffene Tagesabläufe unbedeutend. Fastend und ausschliesslich mit sich selbst beschäftigt bittet und betet der Suchende nach der Vision, die seinen wahren Grund des Seins zeigt. Verbringt man diese Zeit bewusst, stellt man fest, dass alte, längst vergessene Instinkte wieder wach werden. Wenn nachts die Geräusche deutlich hörbar werden wird sich der Suchende plötzlich seiner Ängste entledigen und dann fühlt es sich behütet und sorgsam eingebettet in die Schöpfung. Man erkennt sich als Teil der Schöpfung, als Teil des großen Ganzen. Archaisches Wissen und das Ahnenwissen können zu uns zurück kehren. Darüber hinaus erkennt man aber nicht nur die Natur, die einen umgibt, sondern man erkennt auch seine eigene “Natur”. Wie bin ich wirklich? Wo habe ich meine Licht- / wo meine Schattenseiten ? Was sind meine Wünsche und Träume ? Für diese Situation haben wir modernen Menschen kein anerzogenes oder angelerntes Muster, keine rationelle Lösung. Die bisherigen Strukturen halten hier nicht mehr stand. Alte Überzeugungen, Angelerntes und Anerzogenes werden brüchig. Was auch immer geschieht, alles geschieht um den Visionssuchenden herum. Sonne und Mond ziehen ihre Bahnen, Regen fällt und die Tiere kommen und gehen – wie die Gedanken und Gefühle. Hier wird dem Menschen bewusst was es bedeutet, wenn der Schamane sagt “…. Du bist der absolute Mittelpunkt von allem was existiert, alles was geschieht, geschieht um Dich herum.”
Die letzte Nacht ist die “Wachnacht”. Durch das Verschmelzen mit der Natur, das Fasten und den Schlafmangel öffnen sich die Tore und mit der “angehobenen Wahrnehmung” können die Visionen zu uns kommen. Zur Integration dieser Vision in unser alltägliches Leben gehen wir dann, nach der Rückkehr aus der Wildnis, ritualabschliessend in die Schwitzhütte. Hier wird das Erlebte und Erfahrene noch einmal bewusst und wir können es integrieren – es wird ein wichtiger Bestandteil unseres Seins und Wirkens.
Die Teilnehmer der Vision Quest sollten in vorhergehenden Ritualen und Zeremonien, durch die eigene Arbeit an sich selbst und Erfahrungen in spiritueller Arbeit, die Entscheidung zur Visionssuche bewusst treffen. Die Visionssuche ist ein Schwellenritual. Dies kann sein der Eintritt in das Erwachsenenleben als vollwertiges Mitglied des Stammes oder der Sippe aber auch die Suche nach seiner eigenen Bestimmung und Berufung ( auch als Heiler, Medium, Schamane oder Medizinmann /Medizinfrau)
Workshops
Trommelbau
Die Trommel ist das “Pferd des Schamanen”. Auf ihren Klängen reitet der Schamane auf seinen Reisen in die Anderswelt. Die Rahmentrommel hat zwei verschiedene Frequenzen, zwei Tonlagen. Einen tiefen, erdigen Ton und einen hohen Ton. Dieser hohe Ton trägt den Geist des Schamanen in die zweite Realität.
In diesem Workshop bauen wir unsere eigene Trommel. Jeder Teilnehmer wählt intuitiv seine Bespannung, seinen Rahmen und seine individuelle Art der Verspannung auf der Rückseite seiner Trommel.
Es werden ausschliesslich Naturprodukte für die Herstellung verwendet. Hirschhäute, Rehhäute, Holzrahmen. Nachdem die Häute in zwei Tagen bearbeitet sind und auf dem Rahmen aufgezogen und verspannt, die Trommel nun fertig ist, gehen wir zur Initiation der Trommel. Jeder Teilnehmer initiiert seine eigene Trommel. Diese Trommel ist durch die Initiation mit dem Besitzer verbunden. Sie bilden eine Einheit.
Kosten für den Zwei-Tages-Workshop, einschl. aller erf. Materialien: 300,00 Euro
Zeremoniegegenstände
Zeremoniengegenstände tragen die eigene Medizin des Schamanen. Zu den Zeremoniengegenständen gehören Rasseln, Pfeile, Pfeifen und verschiedenste andere Symbolgegenstände. Werkstoffe sind sehr häufig Knochen, Zähne und Federn der Krafttiere, sowie Leder, Häute und Felle.
Kosten für den Ein-Tages-Workshop: 100,00 Euro, Material wird nach Aufwand berechnet.